Fokus auf die Projekte: „Tanz teilt sich ohne Worte mit und baut soziale Barrieren ab“

Fokus auf die Projekte: „Tanz teilt sich ohne Worte mit und baut soziale Barrieren ab“ Teaser ©Lucoda

Das Lucoda-Kollektiv im Herzen von Esch2022 

Ziel des Lucoda-Kollektivs ist es, „Tanz dort anzusiedeln, wo man ihn normalerweise nicht vorfindet“. Tanz ermöglicht es jedem, sich (wieder) des eigenen Körpers bewusst zu werden und (wieder) zu sich selbst zu finden und dabei gleichzeitig Beziehungen zu anderen aufzubauen. Das in Luxemburg ansässige Kollektiv möchte Tanz mittels kollaborativer Prozesse fördern. Die Arbeit seiner Tänzer, Choreografen und Kursleiter zielt darauf ab, die Bewegung aller und für alle zu fördern, oftmals in ungewohnten Kontexten.

Im Rahmen von Esch2022 lädt das Kollektiv die Bevölkerung zur Teilnahme an drei neuen Projekten ein, um die Präsenz von Amateur- und Berufstanzpraktiken im Süden des Landes nachhaltig zu fördern und diese Teil des Alltags werden zu lassen.

Das von der Gemeinde Differdingen ins Leben gerufene Projekt „DifferDanceDays“ wird im Rahmen einmaliger Veranstaltungen an verschiedenen Orten in der Gemeinde den zeitgenössischen Tanz zu Fuß oder mit dem Fahrrad buchstäblich an die Haustür liefern. Im Science Center können Besucher dank der Installation „Das Reich der Stille“ die fünf Sinne durch Tanz erkunden. An fünf Wochenenden im Jahr 2022 können alle Altersgruppen in Workshops, die in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen angeboten werden, verschiedene Tanzstile erproben. Dieser „Remix“ von zeitgenössischem Tanz mit Street Art, afrikanischem Tanz usw. wird in einem mit Spannung erwarteten partizipativen Ball gipfeln, der Amateur- und Berufstänzer zusammenbringt.

Im Rahmen des von der Gemeinde Sanem initiierten Projekts „Remix Audience“ werden zwei kanadische Choreografen mit professionellen Tänzern aus der Region Esch2022 zusammenarbeiten. Das Ergebnis ihres Künstleraufenthalts wird anlässlich einer einmaligen Aufführung im Artikuss vorgestellt. Im Vorfeld oder am Abend der Aufführung werden nach dem Zufallsprinzip Paare anhand einer Ticketlotterie gebildet, um neue Begegnungen zu fördern. Am Ende der Aufführung können die so gebildeten Paare sich bei einem Drink mit den Künstlern austauschen.

Das Projekt „The Visit“ schlägt vor, das Gebiet von Esch2022 und den Partnergemeinden im Süden Luxemburgs in Begleitung professioneller Tänzer (neu) zu entdecken. Nach der Vorführung eines Kurzfilms, der Tanz und ehemalige Industriestätten miteinander vernetzt, wird das Publikum eingeladen, diese Räume im Rahmen von Tanzvorführungen vor Ort zu erkunden. Die Performances hinterfragen die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Landschaft und stehen narrativ mit dem Film in Verbindung. Das Publikum wird unter anderem zu einer 30-minütigen Wanderung eingeladen, die in einer Tanzperformance im Maison Rosati gipfelt, einem Unterschlupf im so genannten „Schlassboesch“, 4 Kilometer von der Stadt Esch-Alzette entfernt.

www.lucoda.org

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