Pitches Esch2022: Viertes Match-Making-Treffen

Pitches Esch2022: Viertes Match-Making-Treffen Viertes Match-Making-Treffen © Esch2022

Produktive Treffen zwischen Unternehmen und Esch2022-Projektpartnern 

Wie kann Esch2022 dazu beitragen, Projektpartner auf der Suche nach Unterstützung mit Unternehmen zusammenzuführen, die nachhaltig in gezielte Projekte investieren, ihr soziales Engagement vertiefen und eine breite Öffentlichkeit erreichen möchten? Esch2022 und die Plattform Inspiring More Sustainability (IMS) organisieren die Webinare „Esch2022 Pitches“, eine Reihe spannender monatlicher Match-Makings zur Mittagszeit. 

Während der vierten Sitzung am Freitag, den 19. März 2021, von 13 bis 14 Uhr, stellten sechs Projektentwickler ihre Projekte jeweils drei Minuten lang vor, bevor sie Fragen interessierter Unternehmen beantworteten. Im Falle eines „Matchs“ kann das Unternehmen den Projektpartner anschließend direkt kontaktieren, um gemeinsam eine maßgeschneiderte Strategie zu entwickeln. 

Aurélie Amyot und Nicolas Boritch von der gemeinnützigen Organisation MY ART – Modulab (Metz) präsentierten das Projekt „Discursive Mechanics“, eine Installation, die einen Dialog zwischen Holzgravur und digitaler Technologie knüpft. Als Teil von Esch2022 nimmt die Fassade der „Arche“, des neuen Kulturzentrums von Micheville, ein monumentales Fresko aus mehr als hundert Gravuren auf, die auf 1.400 m² Fläche geklebt und gedruckt werden. . Bei Einbruch der Dunkelheit beleuchten Lichtverbindungen das Spiel zwischen Stand- und Bewegtbildern. Für dieses künstlerisch und technisch aufwändige Projekt suchen die Träger nach finanziellen und Sachleistungen. Insbesondere erfordert es eine 25-Meter-Hebebühne für das Anbringen der Installation sowie einen Bediener, der im Februar 2022 für einen Monat zur Verfügung steht. Der Bau von drei 4 Meter hohen Projektionstürmen erfordert Kenntnisse in der Holzbearbeitung und im Laserschneiden auf Holz. Interessierten Sponsoren werden im Gegenzug private Eröffnungen und Treffen mit den Künstlern angeboten. 

Dimitri Mallet präsentierte „The Blue Hour, 2022“, ein Projekt, das den Bau eines temporären Gebäudes im Naturschutzgebiet Ellergronn in der Nähe von Esch-Alzette vorsieht. Der leere Ausstellungsraum ist in weißes Licht getaucht. Wenn Besucher eine Minute lang still sind, wird der Raum blau. Die Öffentlichkeit wird dazu eingeladen, an Veranstaltungen und Touren zu den Themen Astrologie, Ökologie, Sozial- und Kulturgeschichte teilzuhaben. Geologen, Köche und andere Akteure werden ihre Erfahrungen mit dem Publikum teilen. So wird zum Beispiel der Biologe Francis Martin über das Zusammenspiel von Bäumen und Pilzen referieren, während eine japanische Köchin einen Vortrag über Geschmack (Stichwort: „langer Abgang“) halten wird. Anhand der Diskussionen sollen heutige und zukünftige soziale und wirtschaftliche Probleme beleuchtet werden. Das Projekt sucht nach Finanzmitteln und Sachleistungen (Massiv- oder Rohholz usw.). Interessierten Partnern werden private Führungen und Workshops angeboten. Die Konstruktion kann abmontiert und an anderer Stelle wieder aufgerichtet werden. 

Doriane Thiéry präsentierte das von Les Ensembles 2.2 initiierte Projekt „In the Field, eine Klangreise“, eine App-basierte literarische Saga, die um einen Spaziergang durch Belval konzipiert wurde. Die Teilnehmer werden zu Autoren einer immersiven Audioerzählung, während sie zwischen den Hochöfen spazieren. Die interaktive Story-App bietet Hörern die Möglichkeit, die Geschichte durch ihre Entscheidungen zu beeinflussen. Die Klänge basieren auf Feldaufnahmen, die das Rohmaterial für musikalische Kompositionen liefern. In sechs Gemeinden auf beiden Seiten der Grenze stehen sechs Audio-Routen für Jung und Alt von einer maximalen Dauer von jeweils einer Stunde zur Verfügung. Die Durchführung des Projekts beruht auf einer direkten Zusammenarbeit mit Unternehmen in Form von Workshops, Meetings oder gemeinsam vereinbarten Maßnahmen. Um die Strecken auch über den 31. Dezember 2023 hinaus erhalten zu können, suchen die Träger nach Projektpaten. 

„La Marche des Oublié.e.s de l’Histoire“, präsentiert von Clotilde  Moynot und der Theatergruppe Pièces Montées, ist ein partizipatives Theaterprojekt, das auf einer Reihe von künstlerischen Workshops mit Einwohnern zum Thema lokales Gedächtnis basiert. Die Workshops – Tanz, Video, Objekttheater usw. – sollen in eine Ausstellung auf beiden Seiten der Grenze im Frühjahr 2022 sowie in eine Wanderdarstellung münden. Schreibworkshops für alle Altersgruppen sollen es ermöglichen, lokale Geschichten auf beiden Seiten der Grenze zu sammeln, aus denen eine Parabel über Erinnerung, Vergessen, Engagement und Entsagung entstehen wird. Das Projekt erfordert finanzielle Unterstützung und individuelle Transportmittel für die 4 Schauspieler, den Musiker, den Techniker und die Regieassistenz sowie technische Unterstützung in den Bereichen mobiler Sound und Kommunikation (Gebärdensprache). 

Das von der Gemeinde Kayl initiierte und von Marieke Jarvis präsentierte Projekt „Working Class Hereos“ (Musée vun der Aarbecht – MUAR) ist ein virtuelles Museum, das sich an alle Zielgruppen richtet und vergangene Arbeitswelten in Form von Vorträgen, Workshops, Buchlesungen, künstlerischen Installationen usw. behandelt. Dieses Wanderprojekt sieht Besuche bei Unternehmen und Arbeitsplätzen vor. Die Ausstellungen sollen es Besuchern erlauben, sich mit Arbeitsrechten auseinanderzusetzen und ihre eigenen Erfahrungen auszutauschen. Das „MUAR“ – was im südluxemburgischen Dialekt „morgen“ bedeutet – zielt darauf ab, Arbeitswelten von heute und gestern auf vielfältige Weise zu dokumentieren. Das Projekt sucht nach Ausstellungsmöglichkeiten innerhalb von Unternehmen und nach Transportmöglichkeiten, um das Projekt in Kaunas, der Partnerstadt von Esch2022, zu zeigen. In den teilnehmenden Unternehmen können unter anderem After-Workshops organisiert werden. 

Florence Martin, Verwalterin des Ensembles für zeitgenössische Musik United Instruments of Lucilin, präsentierte das Projekt „33, 7“, das die Vielfalt von Esch und seiner Region in 2.022 Minuten Musik auf der Grundlage eines kartografischen Mappings darstellen soll. Die Konzerte finden an einem Wochenende im September 2022 in verschiedenen Räumen der Kulturfabrik statt. Das Repertoire wird die 122 in Esch-Alzette vertretenen Nationalitäten widerspiegeln. Hierzu werden Komponisten beauftragt, Stücke zu schreiben, die junge portugiesische Frauen, die jemenitische Gemeinschaft usw. repräsentieren. Das Ensemble sucht Sponsoren für die Honorare der Komponisten und bietet private Auftritte in Unternehmen an, die das künstlerische Schaffen unterstützen. 

Unternehmen, die daran teilnehmen möchten, können sich schriftlich bei Anne-Catherine Richard unter Anne-Catherine.Richard@esch2022.lu anmelden. 

Diese Treffen sind Teil des Business for Culture Club (BFCC), der alle Unternehmen zusammenbringt, die einen Beitrag zu Esch2022 leisten möchten. Der Business for Culture Club steht allen offen und ist kostenlos. Er ermöglicht es Unternehmen, anhand von Unterstützungsmaßnahmen (Mäzenatentum, Sponsoring, finanzielle oder Sachleistungen), ihre Sichtbarkeit zu fördern und privilegierte Kontakte zur Kulturszene zu pflegen. 

https://account.esch2022.lu/

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