Espaces22: Der Skip, ein einzigartiges Gebäude für junges Publikum

Espaces22: Der Skip, ein einzigartiges Gebäude für junges Publikum Der Skip-Pavillon ©Fonds Belval

„Ankunft in Belval. In der Ferne hebt sich ein sonnenblumenfarbenes Gebäude von einer im Bau befindlichen Landschaft ab. Seine welligen Formen stehen im Dialog mit der wellenförmigen Topografie des ehemaligen luxemburgischen Bergbaugebiets. (…)“ François Thiry, co-fondateur, Polaris Architects.

Dieses sonnenblumenfarbene (um nicht zu sagen „knallgelbe“) Gebäude ist der Skip, ein Projekt des Fonds Belval. Der Pavillon, erste Arbeit im Rahmen der Umnutzung der Industriebrache Belval, ist das Ergebnis eines im Juni 2003 ausgerufenen Ideenwettbewerbs, der jungen Architekten und Studenten unter 35 Jahren vorbehalten war. Das preisgekrönte Projekt von Polaris Architects zeichnete sich durch eine „gelbe Welle“ aus, die dem klaren und starken Image entsprach, das dieses Informationszentrum des Fonds Belval und Publikumsempfang als Teil der Entwicklung der Cité des Sciences in Belval vermittelt sollte. Die Farbe – auch „Baustellengelb“ genannt – ist zudem ein klarer Verweis auf die Arbeitswelt.

Der Name des Gebäudes leitet sich aus dem Bergbaujargon ab, wo er die Karren bezeichnet, die das Erz über den Schrägaufzug zum Oberteil des Hochofens transportieren. Seit seiner Einweihung im Jahr 2005 ist der Skip zu einem der sichtbarsten Symbole für die Sanierung des ehemaligen Industriestandorts geworden und wird seiner Rolle als Signal in der Landschaft gerecht. Der Pavillon wurde am Samstag, den 18. Juni 2005, anlässlich der Bekanntgabe der Ergebnisse des Architekturwettbewerbs für das zukünftige Lycée Bel-Val zum ersten Mal feierlich eingeweiht.

Im Jahr 2020 wurde der Skip nach den Prinzipien der Wiederverwendung und Anpassungsfähigkeit abgebaut und in die Nähe der Terrasse des Hauts Fourneaux in Belval versetzt, wo es nunmehr an das kürzlich eingeweihte, knallrote Verwaltungsgebäude von

Esch2022 angrenzt. Auf einer Fläche von mehr als 400 m² wird der Skip ab Februar 2022 junge Besucher und ihre Familien empfangen. Der Innenumbau unter Leitung der Berliner Agentur Studio KLV soll es ermöglichen, die Besuche der Ausstellungen und des ehemaligen Industrieareals in Belval vorzubereiten oder zu vertiefen. Der Raum, der für den täglichen Gebrauch und für jedes Alter konzipiert wurde, spiegelt mit seinem metallisch-futuristischen Innendesign und den dort geplanten Veranstaltungen die Partnerschaften von Esch2022 mit Institutionen wie dem ZKM, der HeK und der Ars Electronica, die auf digitale Kultur spezialisiert sind. Während des Launchs werden verschiedene Aktivitäten rund um die Eroberung des Weltraums organisiert! Dieses multifunktionale Gebäude, in dem „Kultur kultiviert“ werden soll, umfasst unter anderem ein Studio für Workshops, Spiele und Bücher, die vor Ort eingesehen werden können, sowie Räume, in denen Benutzer ihre Kreativität frei entfalten können.

Projektleitung im Jahr 2004

Architekten: Polaris Architekten

Bauingenieur: Daedalus Engineering

Technischer Ingenieur: Betic Ingénieurs-Conseils

Europäische Kulturhauptstadt ist viel mehr als nur eine Stadt.
Es ist ein ganzes Gebiet.

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